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Holst, Das Mädchen aus Stockholm
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Roman aus dem Dänischen Von Hanne-Vibeke Holst Originaltitel: Undskyldningen Übersetzerin: Hanne Hammer 528 Seiten. Gebunden. 22 cm. Seit ihrem letzten Streit herrscht zwischen Helena und ihrer Tochter Sophie Funkstille. Umso überraschter ist Helena, als diese ihren Besuch ankündigt. Helena glaubt an eine Annäherung. Doch das Treffen nimmt eine ungeahnte Wendung und enthüllt eine bittere Lüge aus der Vergangenheit, die ihrer beider Schicksal entscheidend veränderte. Helena soll für ihre Arbeit als Berliner Opernintendantin mit dem Demokratiepreis geehrt werden. Als sie erfährt; dass ihre Tochter Sophie anlässlich dieser Verleihung aus Dänemark anreist, hofft sie auf eine Annäherung. Denn das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter ist seit Jahren getrübt. Doch das Wiedersehen nimmt eine dramatische Wendung und bringt eine Täuschung ans Licht, die zurückreicht bis in die 40er-Jahre. Eine Zeit, in der Helenas Vater Leo mit seinem Zwillingsbruder Leif in Dänemark aufwächst. Gemeinsam erleben sie im Pfarrhaus ihrer Eltern hautnah den Widerstand gegen die deutsche Besatzung. Als sie als junge Männer ein schwedisches Mädchen kennen lernen, das sie beide fasziniert, wird ihre Geschwisterliebe auf eine harte Probe gestellt. Denn nur einer der Brüder gewinnt sie für sich. Durch eine List, die lange unbemerkt bleibt. Und so bahnt sich die Lüge ihren Weg durch die Generationen ... Leseprobe April 1940 Wenn Thorvald morgens unter der schweren Daunendecke erwachte, nackt ausgestreckt auf dem Rücken und mit erigiertem Glied, kümmerten ihn die dunklen Wolken nicht, die sich in dieser Zeit drohend über Europa zusammenzogen. Stattdessen genoss er das Gefühl; ein glücklicher Mann zu sein. Und auch an diesem grauenden Aprilmorgen, die Uhr zeigte erst kurz nach sechs, und er tauchte, während er in der rechten Hälfte des Doppelbetts lag, gerade erst langsam aus seinem von Träumen durchsetzten Schlaf auf, erfüllte ihn das übliche wohlige Kribbeln angesichts eines neuen Tages. Wie ein glitzernder See voller Fische, die einzig und allein darauf warteten, ihm an die Angel zu gehen, lag er vor ihm. Er musste nur die Augen öffnen; um sein Glück bestätigt zu bekommen denn er teilte das Bett mit seiner schönen Ehefrau, Gerda, deren hochschwangerer Bauch sich unter dem Flanellnachthemd wölbte. Sie verwöhnte ihn, nicht allein damit, dass sie ihm selbst während ihrer Schwangerschaft unbegrenzten Zugang zu ihrem aufreizenden Körper gewährte. Sie war auch darauf bedacht, ihn vor dem infernalischen Läuten des Weckers zu verschonen, indem sie stets vor ihm erwachte und ihn vor dem Klingeln ausschaltete. Thorvald genoss es, halb wach im Bett liegen zu bleiben, während Gerda leise aufstand. Er liebte die Vorstellung, wie sie in dem neuen Bad des Pfarrhauses ihre Morgentoilette erledigte, um sich dann in ihrem geblümten Bademantel die steile Treppe in die Küche hinunterzuschleichen. Hier würde sie ihre junge Haushaltsschülerin Henny begrüßen; die bereits die lauwarme Kuhmilch vom Nachbarhof geholt hatte und den Teig für die Morgenbrötchen bearbeitete. Anschließend würde Gerda das in einer Schüssel eingeweichte Müsli umrühren; das sie nach einem Rezept aus Die Moderne Frau eigenhändig gemischt hatte. Dabei würde sie Henny bitten, Wasser für den Kaffee aufzusetzen, von dem Gerda und das Mädchen immer erst eine Tasse tranken, wie er wusste, bevor die Jungen geweckt wurden. Erst wenn sie den Jungen einen Gutenmorgenkuss gegeben hatte und ihnen durch die strohblonden Haare gefahren war, ihnen beim Anziehen geholfen und aufgepasst hatte, dass sie genug frühstückten und sich die Zähne putzten, um sie dann mit den auf ihren kantigen Rücken tanzenden Ranzen in die Schule zu schicken, würde sie nach oben kommen und ihn wecken. Um Punkt acht würde sie ins Schlafzimmer treten, seinen Frühstücksteller auf seinen Nachttisch stellen, die Vorhänge aufziehen und das Dachfenster, das auf den Garten des Pfarrhauses hinausging, öffnen und auf Kipp stellen. "Guten Morgen, mein Schatz"; würde sie sagen und ihn zärtlich am großen Zeh ziehen, der unter der Bettdecke hervorguckte, oder ihre Hand würde unter die Decke gleiten und neckend über sein Geschlecht streifen. Stöhnend würde er sich nach ihr ausstrecken, und manchmal gelang es ihm, sie zu sich ins Bett zu ziehen. Doch in der Regel wies sie ihn lachend ab und ermahnte ihn, dass es an der Zeit sei, sich den Aufgaben des Tages zu widmen. Wenn er dann, mit einem Kissen im Rücken; gegen das Kopfende des Rohrgeflechtbetts gelehnt

Anbieter: Nordland-Shop
Stand: 25.09.2017
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